Wie Feuer funktioniert
Bevor du zeichnest, hilft es zu wissen, warum Feuer so aussieht, wie es aussieht. Ein Lagerfeuer hat eine Hitzequelle, und die sitzt unten. Dort fängt das Feuer an, und je heißer etwas ist, desto heller ist seine Farbe. Also ist der untere Teil des Feuers der hellste.
Wenn die Flamme nach oben und außen wächst, wird sie ein wenig kühler. Sie ist immer noch sehr heiß, aber kühl genug, um die Farbe zu ändern. Also werden die Ränder und die Spitze tieforange und tiefrot. Auch die Funken sind kühler, deshalb sind sie dunkler als das Herz des Feuers.
Das ist die ganze Logik: Finde die Hitzequelle, mach sie am hellsten und werde zu den Rändern hin dunkler.
Schritt 1: Kontur

Fang mit einer Kontur an, die wie ein Wassertropfen aussieht. Diese Form passt zu den meisten Lagerfeuern. Setz ein paar Funken darüber, die gehören auch zum Feuer.
Kopier die Vorlage nicht einfach ab. Schau sie dir an und miss nach Augenmaß: wie viele Pixel unten quer, wie viele nach oben, wo die Spitze anfängt. Nach Augenmaß messen ist eine wirklich nützliche Fähigkeit für jeden Künstler, und in Pixel Art noch mehr, weil jedes Pixel zählt. Du musst nicht superstreng sein, nur nah dran.
Schritt 2: Farbe

Jetzt füll alles mit einer flachen Farbe, noch ohne Textur. Das Füllwerkzeug macht das mit einem Klick. Dann färb die Kontur und die Funken in derselben Farbe um. Die Kontur hat ihren Job erledigt: Wir kennen Form und Größe, also brauchen wir sie nicht mehr schwarz.
Schritt 3: Schattierung

Jetzt wird es spannend. Nimm das tiefe Rot und geh an den Rändern entlang, denn das ist der kühlste Teil des Feuers. Dann setz etwas Orange innen an die Ränder und färb auch die Funken orange.
Du musst die Vorlage nicht Pixel für Pixel treffen. Wenn du hier oder da ein rotes Pixel willst, mach es. Die Vorlage soll dich leiten, nicht exakt kopiert werden.
Schritt 4: Glanzlicht

Das Glanzlicht kommt mit Absicht zuletzt. Wenn die äußere Textur fertig ist, siehst du, wie viel Platz für die Hitzequelle bleibt. Setz ein paar Pixel Hellgelb nach unten, in der Mitte etwas höher.
Zum Schluss der Hintergrund

Ich schließe gern mit einem Hintergrund ab. Er gibt dem Feuer Kontrast und lässt Schattierung und Licht hervortreten. Lass das Feuer auf seiner eigenen Ebene und leg den Hintergrund auf eine separate Ebene darunter. So kannst du das Feuer später verschieben oder den Hintergrund ändern.
Jetzt du: zwei weitere Lagerfeuer


Gleiche Palette, gleiche vier Schritte. Öffne eine Leinwand mit 26 mal 26 Pixeln und probier diese beiden. Das erste ist immer noch ein Wassertropfen, aber die Flamme neigt sich zur Seite, ihre Zunge auch, und die Hitzequelle ist höher.
Das zweite ist deine Herausforderung. Schau es dir genau an, bevor du anfängst: wie viele Pixel am Fuß, wie hoch die Flammenzungen gehen. Achte auch auf die Schattierung. An den Seiten ist sie nur ein Pixel breit, und zur Zunge hin wird sie zwei Pixel breit. Die Hitzequelle ist hier klein, also braucht sie nicht viel Platz.
Eine Bodenflamme

Dieselbe Logik, nur in die Breite gezogen: ein brennender Boden oder eine Feuerspur. Die Wärmequelle ist die ganze untere Linie, also läuft das hellste Gelb am Boden entlang, und die Flammenzungen kühlen zu ihren Spitzen hin zu Orange und Dunkelrot ab. Mach die Zungen unterschiedlich hoch, damit die Reihe nicht wie ein Zaun aussieht, und setz ein paar Funken darüber.