Antizipation, Smearing, Easing und Sekundäranimation in Pixel Art

Vier Techniken lassen eine Pixel Art Animation lebendig wirken: Antizipation (eine kleine Bewegung vor der Hauptaktion), Smearing (Formen wie Luftwellen, die Tempo und Richtung zeigen), Easing (Frames, die schneller oder langsamer werden) und Sekundäranimation (Teile, die auf die Hauptbewegung reagieren). Hier breitet der Weise die Arme aus, vielleicht um einen Zauber zu wirken. Probier es unten aus.

Dieses Sprite ist breit. Am Computer zeichnet es sich leichter, oder mit dem Handy quer.

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Die ganze Bewegung auf einen Blick

Animierter Pixel Art Weiser: langes Halten, kurzes Einknicken, dann breitet er die Arme aus und Luftwellen fliegen heraus
Romans Folie: Keyframe 1000 ms, Antizipation 150 ms, Smearing und Sekundäranimation mit 100 ms, Easing mit 70 ms, Keyframe 1000 ms
Aus meinen Kursfolien: jeder Frame der Bewegung mit seiner Dauer in Millisekunden.

Antizipation

Antizipation zeigt die Vorbereitung auf eine Aktion. In Frame 2 zieht sich der Unterkörper des Weisen ein wenig zusammen, wie beim In-die-Hocke-Gehen, kurz bevor er die Arme ausbreitet. Das sagt dir: Gleich passiert etwas. Ein Boxer macht das genauso: Der Arm geht vor dem Schlag ein Stück zurück.

Smearing

Smearing zeigt, wie kräftig eine Bewegung ist und wohin sie geht. Hier breitet der Weise die Arme so heftig aus, dass er Luftwellen erzeugt. Sie bewegen sich nach außen und verblassen in den nächsten Frames, bis sie verschwinden. Technisch ist da nichts Neues: Wie man Luft zeichnet, weißt du schon aus der Rauch-Lektion.

Easing

Easing macht Frames schneller oder langsamer, damit sie der Physik folgen. Die Luftwellen dauern vier Frames. Die ersten zwei dauern je 100 Millisekunden, die letzten zwei nur 70. Die Luftwellen fangen also langsamer an und werden zum Ende hin schneller. Ein gleichmäßiger Rhythmus wirkt mechanisch, ein ungleichmäßiger wirkt echt. Drück im Trainer auf Play, dann spürst du es.

Sekundäranimation

Sekundäranimation zeigt, wie ein zweites Objekt auf das erste reagiert. Die Arme sind das Hauptobjekt. Die Ärmel sind das zweite: Von der Kraft der Arme getroffen, schwingen sie nach links, dann nach rechts, dann kommen sie zur Ruhe, und einen Frame länger bewegt sich nur noch ein kleiner Teil des Gewands. Haare im Wind funktionieren genauso, oder ein Boxsack, der sich beim Treffer zusammendrückt.

So übst du es

Nach dem Walk Cycle ist das hier leichter, als es aussieht. Fang mit der Technik an, die dir am besten gefällt, vielleicht Easing oder die schwingenden Ärmel, und füg die anderen nach und nach hinzu. Jede Technik, die du dazunimmst, lässt die Animation professioneller aussehen.